westafrika.org

reiseBERICHTE | 10 | ina aus nouadhibou | 6.12.2001

aus ouazazate sind wir wieder mit dem bus nach agadir gefahren, das war eine g'hoerig schauklige fahrt und es hat sehr, sehr lange gedauert weil der fahrer an jedem hauseck jemanden mitnehmen musste oder aehnliches. in agadir waren wir dann in einem hotel in einem recht ueblen viertel, seit dem ueberlegen wir, ob es nicht doch prostitution gibt in marokko. eigentlich wollten wir gleich tags darauf weiterfahren nach dakhla, aber nachdem david eine schlechte nacht hatte, viel schwitzen und cola trinken und er wurde oft wach, haben wir es fuer besser befunden, seinem koerper einen tag pause zu geben und wir haben dann um 7:00 beschlossen, das wir nicht den bus um 8:00 nehmen sondern erst den um 20:00.
den 2.dez. haben wir dann in agadir am strand verbracht. war sehr lauschig im meer zu spazieren. feine sache.... aber es ist sehr touristisch dort, wir sind dann in rudis backstube eingekehrt und haben den krebsroten deutschen beim bier trinken zugeschaut und den ersen salat seit zuerich gegessen. und dazu !!!!radio steiermark!!!! gehoert. und die weihnachtsgeschichte, die dort gebastelt wird. abends ging es dann also los nach dakhla. durch die westsahara. ueber nacht. war eigentlich recht ok, der bus war auch relativ neu und schoen und zwei fahrer haben sich abgewechselt.

nach 20 stunden busfahrt sind wir in dakhla angekommen und das ist kein sehr schoener ort. haben gleich ein hotel gefunden und ein nicht so teures zimmer. wollten dann die zoll- und einreisedinge erledigen, da der konvoi nach mauretanien nur di und do faehrt und wir am die eben noch gerne mitwollten, aber es war schon zu spaet. war aber kein problem, der herr bei der surete nationale hat uns gesagt, da wir kein auto mit haetten ginge das problemlos noch am di vomi. also haben wir uns am mo abend noch ein gutes restaurant gesucht um die restlichen dirham unter das volk zu bringen und sind dann ins hotel und das war echt uebel dort: kaki die kakerlake und ihre freunde trieben ihr unwesen in unserem zimmer! es folgte eine gar grausige schlacht mit schuhen und meinem teilweisen hysterischen gekreische (aber ich hab mich zuruekgehalten). eine ist flugs durch unser bett gekraxelt!

naja, am naechsten tag sind wir zeitig aufgestanden und haben all die dinge erledigt, die man erledigen muss, polizei und militaer etc und angefangen jemanden zu suchen, der uns mitnimmt. davor hatte der david ein bissi schiss, weil man ja nie weiss an wen man geraet und ob man wen findet. die ersten beiden versuche sind auch an der arroganz eines franzosen und einiger spanier (die hatten einen konvoi in den senegal um den leuten dort etwas gutes zu tun - ob die das brauchen?) gescheitert. dann sind wir per taxi zum sammelplatz und dort haben wir einen grossen belgischen bus gesehen und die leute gefragt und die haben sofort und freundlich ja gesagt. marielle kann ein bissi englisch und uebersetzt immer und francois ist ihr mann und die kinder joan und toma, 7 und 4,5. die reden nur franz. und lernen mir einzelne woerter, echt super. da war es 11:00 um ca 17:00 sind wir dann endlich aufgebrochen, ein langer konvoi, 40 fahrzeuge unter anderem 2 deutsche in einem grossen bus, mit denen wir uns angefreundet haben, der sprache wegen. so um 23:00 stop und dann zelt aufbauen und schlafen und am naechsten tag steht der minenguertel zwischen den grenzen bevor.

Joan und Toma beim Nachtlager an der mauretanischen Grenze, Westsahara

aber wir haben das auch geschafft, es war kein problem, ich hab mit den kids lego gespielt und hab gerade vor den minen erstmals die kids zum reden gebracht, da ich eine rose eingezaeunt hatte und erklaerte, dies sei die vom kleinen prinzen und den kannte joan und so kamen wir ins gespraech. waehrend der minen hielt ich die ganze zeit die rose des kleinen prinzen in der hand und das war ein sehr beruhigendes gefuehl. danach gab es den highlight fuer die wuestenfuexe david und marielle und didi und patrick: sandduenen und wueste soweit das auge reicht. die grenzposten der mauretanier waren sehr locker drauf, ganz anders als in unserem fuehrer beschrieben. auch dauerte es nicht alles so lange wie angegeben. zum glueck. wir hatten dann einen fuehrer, der uns allerdings nur als taxi benuetzt hat und eine kleine extra rundfahrt mit uns gemacht hat, aber die schweren autos haben den weg durch teilweise sehr sandiges gebiet auch geschafft und das war gut so.

dann ankunft im camping abba in nouadhibou. und da sind wir jetzt, teilweise noch mit den leuten vom konvoi und evtl fahren wir nun mit denen weiter in die hauptstadt an der kueste entlang. und zwar am strand entlang. leider ist das alles nun fast stichwortmaessig, aber die zeit draengt nun ein bisschen, noch einkaufen und eine erlaubnis einholen, da wir durch einen nationalpark fahren muessen usw. ich gruesse euch da draussen und schicke euch eine kostprobe von 30° und einem kleinen sonnenbrand!


www.westafrika.org | david@westafrika.org
© david scharler