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reiseBERICHTE | 14 | david, das zebra | 19.12.2001

warum zebra? wird sich mancher fragen. ganz einfach, weil wir jetzt uebersiedelt sind (leider nicht schon frueher, obwohl es am campingplatz l'ocean auch ganz nett war) und zwar in die zebrabar. die zebrabar ist ein campingplatz suedlich von st. louis, in gandiol (ca. 20km) und wird von zwei schweizern (ursi und martin) gefuehrt, die etwa acht monate im jahr mit ihrer tochter samira und einem weiteren baby in erwartung im senegal leben. und diese zebrabar hat sich als richtige oase der friedlichkeit im hektischen treiben dieses landes erwiesen, mit allem comfort europas kombiniert mit kreativem design (logo ist ein pelikan mit zebramusterung, weil das ganze in einem vogelnationalpark liegt) und den vorzuegen afrikas. haben auch eine homepage mit fotos, damit ihr euch das vorstellen koennt: http://come.to/zebrabar.

Ursi und Martin von der Zebrabar, Gandiol, (nahe St. Louis), Senegal

   Cyber Café in St.Louis

soll heissen, die saubersten und schoensten klos der ganzen reise, mit klopapier, viel platz, sitzklo und nach oben offen, damit man die kokosnuesse auf der palme gegenueber bestaunen kann. bei der dusche ist es ebenso. ausserdem kann man gratis surfbretter und kanus ausleihen, um ein wenig am hauseigenen senegal-fluss herumzupaddeln. das haben wir gestern auch gleich gemacht und sind mit dem kanu ueber den senegal auf die langue de barbarie (200m breite landzunge zwischen senegal und dem atlantik) gerudert, sind durch einkleines waeldchen auf die andere seite und haben den nachmittag an einem einsamen ewig langen sandstrand verbracht und uns in die stuermischen fluten des atlantik geworfen. schwimmen kann man ja nicht wirklich, weil die stroemung so stark ist, dass man huefthohem wasser schon abgetrieben wird, auch wenn men eigentlich in die andere richtung gehen will. vor sonnenuntergang sind wir wieder zurueckgerudert und haben ein wenig mit dem wasser gekaempft, da das boot nicht die gleiche richtung einschlagen wollte wie wir, also haben wir halt beide auf einer seite gerudert, um dem entgegen zu wirken.

kaum zurueck haben wir fabrice und isabell wiedergetroffen, die seit dakhla mit uns unterwegs sind und auf dem aussichtsturm, bei sonnenuntergang am senegal, habe ich zwei bayern kennengelernt. der walter mit der videokamera, der keine probleme mit dem wasser hat, weil er ohnehin nur bier trinkt (sieht aber nicht so aus) und seine frau christine sind seit september unterwegs, ueber italien nach tunesien, durch die sahara von algerien in den niger (?), burkina faso, mali und senegal. ina hat mich gerade korrigiert, er heisse nicht walter sondern woita. und die beiden sind so um die sechzig und schauen auch gar nicht nach afrika aus, sondern eher nach sommerfrischlern.

und die ganzen anderen franzosen sind schliesslich auch noch eingetroffen, obwohl wir uns am morgen schon verabschiedet hatten. muss jetzt leider aufhoeren, weil mir die charmante dame mitgeteilt hat meine zeit sei schon terminé. vielleicht schreibe ich aus dakar noch etwas und sonst halt aus gambia. schoene waeihnachten an alle, die jetzt den computer hinter sich lassen und in die ferien faheren. liebe gruesse aus st. louis, david

Weitere Fotos aus der Zebrabar und dem Senegal gibt es hier.


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© david scharler