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reiseBERICHTE | 3 | ina aus wien | 9.11.2001

Die letzten Tage in Wien

montag, 05.11.2001
der tag vergeht hauptsächlich mit lernen und arbeiten - abends kommt christine um alles klar zu machen mit der wohnung, sie kriegt erklärungen für herd, therme, geschirrspüler und den ersten schlüssel. ich hoffe, sie wird unsere wohnung genauso mögen wie wir sie mögen. allerdings wüsste ich vermutlich nicht, wie sehr ich an unserer wohnung hänge, müsste ich sie jetzt nicht aufgeben.....

dienstag, 06.11.2001
morgens sortieren wir artig all unsere fremdwährungen aus, weil wir ja viel von dem zeug nach unserer rückkehr nicht mehr gebrauchen können und am nachmittag darf ich meine brillen abholen. recht schick - aber auch recht teuer! dafür sehe ich jetzt gestochen scharf, was sich um mich herum abspielt. super sache. und der abend vergeht für mich mit intensivem lernen und david bastelt am diskussions-forum herum.

mittwoch, 07.11.2001
der eigentliche plan war ja, unsere beiden geburtstage nicht in ö zu verbringen, aber da hat uns meine neuro-prüfung einen strich durch die rechnung gemacht. aber das war vermutlich gut so, ich glaube nicht, dass ich sonst noch von so vielen leuten "beguatet" worden wäre. nach einem sektfrühstück im bett sause ich schnell auf die uni und dann zu margit in die apotheke: hurra, die medikamente sind schon alle beisammen - fix fertig. und daheim im briefkasten warten die antibiotika von manfred - geniale sache!
am nachmittag stürzen wir uns in die mahü (mariahilferstrasse) und kaufen schuhe. sind ja wichtig. füsse tragen uns ja die ganze zeit. hoffentlich.
und am abend afrikanisch essen mit david und sandra bei "die grossmutter kocht", wo wir beim abschied einen stapel visitenkarten hinterlegen dürfen. essen war super und schnell serviert und irgendwie das einzige lokal, wo ich es komisch finde, wenn es das nicht gibt, was ich möchte. sonst ärgere ich mich darüber.
zum ersten mal in meinem leben krieg' ich an diesem tag eine malakoff-torte ganz für mich allein. die schmeckt ganz toll. und ist mit fanfare dekoriert.
david schenkt sich oder uns an diesem tag einen mini-disc-player. zwecks musikalischer untermalung. während der reise. und das ganze mit einem mikrophönchen, damit wir unterwegs geräusche aufnehmen können. skorpione und so. oder plärrende marktfrauen. oder leute, die wir nicht verstehen. oder vielleicht auch einmal ein weihnachtslied.

donnerstag, 08.11.2001
ein teil unserer sachen wird ausgelagert in sandras wohnung - wir schaffen zwei reiseschweine und einen riesigen rucksack zu sandra und verabschieden uns erst einmal von ihr.
auf dem heimweg holen wir nun auch noch davids sonnenbrille ab - brillentechnisch ist soweit alles fertig.
medikamententechnisch auch.
am abend erfolgt die übergabe von allen percussion-festival-dingen mit denen der david zu tun hatte an maria und georg.
ein letztes mal kochen: kühlschrank aufräumen........ war aber gut.

freitag, 09.11.2001
nebenbei erwähnt erscheint heute zum ersten mal "woman". bin irgendwie völlig davon überwältigt, wie viele leute zu unserem abschiedsfest kommen wollen und wieviel leute uns einfach geld geben, weil wir halt verreisen. nicht, dass wir steinreich wären, aber - unglaublich irgendwie.
nach einem anruf von judith bin ich dann wieder so weit am boden, dass ich wieder weiss, dass ich noch eine prüfung zu machen habe und das geschieht dann auch.
david holt unsere kohle bei der bank ab und dann treffen wir uns beim turecek um unser restliches equipment abzuholen. zelt ist da, schlafsäcke auch - perfekt! wir tun so, als ob wir noch nicht genug geld ausgegeben hätten und kaufen noch töpfe zum kochen, säcke für die rucksäcke (falls es einmal regnet und wir hinten auf einem lkw sitzen), einen wasserfilter, tütchen für die isomatten und eine "kupplung", damit die zusammenhalten - sonst wandere ich dem david im schlaf vielleicht davon.
zuhause angekommen mit all dem zeug wird das zelt natürlich gleich aufgebaut und isomatten im zelt inkl. schlafsack ausprobiert. erstaunlich, wie schnell der david so ein zelt aufbauen kann. ich werde das jetzt dann auch üben.
nun werden wir noch ein bisschen aufräumen, abwaschen und solche dinge machen und dann gemütlich in die nachtschicht spazieren, zu unserem abschiedsfest.


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© david scharler